Muskelkraft statt Wunderpille

Muskelkraft statt Wunderpille

Krafttraining statt Wunderpille? Auf die Dosis kommt es an!

Wie hoch ist der positive Effekt von regelmäßigem  Krafttraining auf unsere Gesundheit wirklich? Während früher von Medizinern oft ausschließlich leichte Bewegungen und ruhiges Ausdauertraining zur Steigerung der Gesundheit empfohlen wurden, bahnt sich in den letzten Jahren immer weiter, ein, durch Studien fundierter Wandel dieser Denkweise an.

Muskeln schützen unseren Körper vor Krankheiten

Regelmäßiges Krafttraining sorgt nämlich nicht nur für eine gute Figur, sondern schützt den menschlichen Körper auch vor Sozialisationskrankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes. In einer Langzeitstudie des Karolinska Institut in Stockholm konnte sogar bewiesen werden, dass eine höhere Muskelkraft vor tödlichen Herzkreislauf- und Krebserkrankungen schützen kann. Das Lebensalter spielt dabei keine Rolle, der positive Effekt konnte für jede der untersuchten Altersgruppen nachgewiesen werden.

Nur dicke Arme reichen nicht aus!

Entscheidend für die gesundheitlichen Auswirkungen sind vor allem, die von uns schon behandelten Myokine, ein hormonähnlicher Botenstoff, der aus der Muskulatur freigesetzt wird. Mehr Muskulatur bedeutet in diesem Fall auch eine vermehrte Myokinausschüttung und damit einen größeren positiven Effekt. Nur dicke Arme reichen aber nicht aus, wichtig ist es auch, die vorhandene Muskulatur zu bewegen, hierzu eignet sich idealerweise eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining mit eine entsprechend angepassten Intensität.

Auf die richtige Intensität kommts an!

Ist die Anstrengung zu gering, kann keine Muskelkraft aufgebaut werden und somit auch keine vermehrte Myokinausschüttung verzeichnet werden.

Die vielmals zitierte Gartenarbeit oder der Spaziergang mit dem Hund reichen in der Regel daher bei weitem nicht aus. Vielmehr könnte man sagen, dass bei unserem heutigen Lebensstil, der durch Bewegungsmangel und langes Sitzen geprägt ist, der Besuch im Fitnessstudio nahezu unumgänglich ist. Vor allem im höheren Alter, wo die Alltagsbelastungen nachlassen und unser Körper genetisch bedingt an Kraft verliert, sollte man bewusst gegensteuern, um die Gesundheit zu erhalten. Besonders effektiv scheint dabei das sogenannte Intervalltraining zu sein, da, der bei dieser Trainingsart regelmäßige  Wechsel von Be- und Entlastung das Myokin schubweise ausgeschüttet wird und das Immunsystem ehr von hohen Intensitäten profitiert als von niedrigen. In jedem Fall sollten Sie sich bei einem Gesundheits- oder Fitnessanbieter beraten lassen und großen Wert auf zertifizierte Programme sowie qualifizierte Trainer legen.

 

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